Wie wir unsere Werte definiert und dabei zufällig unseren USP gefunden haben

Wertschöpfung durch Wertschätzung ist unser Motto. Der USP unserer Content-Marketing-Agentur ist eng mit ihm verbunden. Warum wir ihn nur zufällig gefunden haben.

Wenn man eine neue Agentur startet, dann hat man in aller Regel vor allem eines nicht: Zeit für die eigene Strategie. In unserem Fall war das ursprünglich nicht anders. Im Februar 2020 gegründet, lief der Motor der sayang.gmbh bereits auf Hochtouren – und blieb dann abrupt stehen. 

Alle wissen es: Rund 6 Wochen nach unserer Unternehmensgründung führte die COVID-19-Pandemie zum ersten weltweiten Lockdown. In dieser ungewissen Zeit zogen sich erstmal viele unserer (potenziellen) Kunden zurück. Für uns bedeutete dies zwei Dinge: Existenzangst – und viel Zeit.

Also haben wir die Zeit genutzt und bei uns das gemacht, was wir normalerweise unseren Kunden verkaufen: einen grundsoliden Strategieprozess. Übrigens freundschaftlich und mit viel Fachwissen begleitet von unserem Freund Peider Bach.

Der Golden Circle definiert unser Why, How, What

Herausgekommen, ist ein wunderbarer „Golden Circle“ nach Simon Sinek, in dem wir das Why, How und What definierten – und unser Motto „Wertschöpfung durch Wertschätzung“ verbunden mit einer Reihe grundlegender Werte.

Diese Werte und der wertschätzende Umgang mit Kund*innen und Kolleg*innen war uns im Gründerteam ein echtes Herzensanliegen. Wir alle hatten in den vergangenen Jahren toxische Arbeitsverhältnisse erlebt und wollten das nicht in die neue Agentur tragen.

Im Gegenteil: Unsere „Chief Happiness Officer“ Julia Schmidbauer, Stephan Goldmann und ich wollten eine Agentur schaffen, bei der man gerne arbeitet – und mit der man gerne zusammenarbeitet. Die Menschen anzieht wie zum Beispiel die fantastische Antonia Wille und viele weitere, sowie große Kunden wie den ADAC, ISPO, KSB und die Deutsche Bank.

Ich persönlich glaube, dass wir das geschafft haben.

Was wir dabei fast nebenbei ebenfalls geschafft haben, habe ich eigentlich erst in den vergangenen Tagen für mich realisiert: Wir haben einen ganz besonderen USP für die sayang.gmbh geschaffen. 

Unser USP ist die wertschätzende (und fachkundige) Begleitung der digitalen Transformation von Kommunikation und Marketing.

Etwas, was wir so in keinem Strategiepapier festgehalten haben. Aber etwas, das wir so selbstverständlich leben, dass wir nicht einmal daran gedacht haben, es aufzuschreiben.

Es ist nämlich Teil unserer eigenen Lebensgeschichte. 

Wir haben uns selbst digital transformiert und geben diese Erfahrung weiter

Denn mein Co-Gründer Stephan Goldmann und ich waren nicht immer Digitalexperten. Dafür sind wir auch zu alt. Wir haben uns selbst transformiert – vom klassischen Printjournalisten zum digitalen Content-Marketing-Berater mit eigenen Blogs und Online-Marken.

Diese Transformationserfahrung verbunden mit einer nicht enden wollenden Neugier auf das Digitale ist eindeutig unserer USP.

Ob es nun um den Aufbau von Newsrooms, die Konzeption digitaler Content-Plattformen, die Entwicklung einer digitalen Content-Strategie oder die komplette redaktionelle Betreuung eines Portals geht: Immer ist ein großer Teil der Aufgabe auch der Aufbau von Know-how und eine Transformation bestehender Strukturen.

Und das erreicht man unserer Erfahrung nach nur durch eine wertschätzende Arbeit mit Menschen, die in ihrer eigenen Transformation vielleicht noch nicht so weit sind, wie manche andere.

Dass das im Jahr 2021, immer noch so wichtig ist, hat mich trotz jahrelanger Erfahrung auf dem Feld der digitalen Transformation von Kommunikation und Marketing selbst ein bisschen überrascht.

Doch eigentlich sollte es keine Überraschung sein: Denn auch wenn in fast allen Kommunikations- und Marketingabteilungen längst klar sein dürfte, dass an Digital kein Weg mehr vorbeiführt, ist die Transformation von Personal, Strukturen und Prozessen eine Mammutaufgabe.

Wer diese Aufgabe angeht, erlebt meist mehrere Dinge, die ich so oder ähnlich in den vergangenen Jahren bei Dutzenden von Firmen entweder selbst miterlebt habe, beobachten durfte oder aus Erzählungen von Kolleg*innen und Freund*innen kenne.

  1. Es werden junge und /oder wilde Digitalberater ins Haus geholt.
  2. Es kommt zum Clash mit den alteingesessenen Mitarbeiter*innen.
  3. Man redet komplett aneinander vorbei. Die Grabenkämpfe beginnen.
  4. Die Diskussion startet, ob man mit dem vorhandenen Personal die digitale Transformation überhaupt meistern kann.
  5. Wichtige Mitarbeiter verlassen frustriert das Unternehmen oder gehen in die innere Emigration.
  6. Das Projekt wird teuer, dauert zu lange und bringt nur wenige Ergebnisse.
  7. Alle hassen sich.

Der Kern des Problems ist in meinen Augen der Clash zwischen den „Digital Natives“ und den Kolleg*innen, die noch in einem frühen Stadium der digitalen Transformation sind. Das fängt schon damit an, dass man nicht mehr die gleiche Sprache spricht – und es geht damit weiter, dass die eine Seite als „arrogant“ und die anders als „starrköpfig und nicht veränderungswillig“ wahrgenommen wird.

Dabei ist keines von beiden wahr. Was fehlt, ist eine Instanz, die beide Seiten versteht und durch ihre Kompetenz von beiden Seiten eben auch als Instanz angesehen wird.

Eine Instanz, die weiß, wie schwer es ist, sich selbst nach 20, 30 oder mehr Jahren in einem starren System weiterzuentwickeln. Die jahrelange Erfahrung aus der „alten Welt“ wertschätzt und Begeisterung weckt für die neue Art zu kommunizieren.

Wertschätzende Wissensvermittlung und digitale Transformation

Und damit sind wir wieder bei unserem zufällig gefundenem USP: Durch unsere eigene Lebenserfahrung und durch unser klares Wertesystem gelingt es uns, zwischen beiden Seiten zu vermitteln und Content-Marketing-Projekte zum Erfolg zu bringen. 

Und das ist, wie gesagt, nicht die Erkenntnis aus unserem Strategieprojekt, sondern aus der Arbeit, die wir jeden Tag mit großer Begeisterung übernehmen.